«An der Vorausscheidung vom Donnschtig Jass im 2023»

Lebensgeschichte Ernst Nüssli

Im Toggenburg, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erblickte am 27. Juni 1937 Ernst Nüssli das Licht der Welt. Er wächst in einer armen Bauernfamilie auf. Gleichzeitig ist es die Geschichte eines Jungen, der die Welt auf seine Weise erobert hat – denn er war ein Kind, bei dem «immer etwas laufen musste».

Seine einzige Ausbildung besteht aus acht Jahren Primarschule. Nach Stationen als Knecht fand er bei der Migros eine Stelle als Chauffeur. Mit dem Migros-Wagen fuhr er zehn Jahre lang das St. Galler Rheinthal hinauf und hinunter. «Das war ein super Beruf: Das Unterwegssein und der Kontakt mit den Leuten haben mir sehr gefallen». Sein bestverkauftes Produkt waren die Berliner, im St. Gallischen Pfannkuchen genannt. Fünf Stück kosteten damals CHF 1.25. Bei der Migros verdiente Ernst Nüssli auch zum ersten Mal über CHF 1000.00 im Monat. Dies war im 1965, an diese Zahl erinnert er sich ganz genau.

Auf seiner Tour mit dem Migros-Wagen lernte Ernst Nüssli dann die Wirtin des «Schäfli» in Gossau kennen. Sie wurde später seine Frau und so kam es, dass sie viele Jahre gemeinsam wirteten.

Im Schwingkeller in Flawil, übte er fleissig die Zweikämpfe und erzielte einige Festkränze.

Im Jahr 1977 wurde er zum Ehrenmitglied vom Schwingerverband Toggenburg ernannt.

Als leidenschaftlicher «Jasser» nahm er im August 2023 bei der Vorausscheidung vom Donnschtig Jass, der in Gossau stattfand, teil. Auch das Velofahren gehörte zu seinen grossen Leidenschaften. Durch die geschwächten Beine ist es ihm leider nicht mehr möglich, Fahrrad zu fahren, was er sehr bedauert. So gerne würde er noch einige Strecken zurücklegen…

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