Leben mit Long Covid: Mein Weg zurück in den Arbeitsalltag

Ariana, wie ging es dir, als du bei uns angefangen hast?

Nicht besonders gut. Corona hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich war an einem Punkt, wo ich nicht wusste, wie es beruflich weitergehen soll und stand vor einem kompletten Neuanfang. Ich konnte nicht abschätzen, ob ich der Arbeit in der Pflege gewachsen bin und ob es mit den gesundheitlichen Einschränkungen machbar ist. Dass ich auf der Wohngruppe für Menschen mit Demenz starten durfte, war für mich ein echter Glückstreffer.

Das ganze Team hat mich von Anfang an unterstützt und gab mir das Gefühl, willkommen zu sein.

 

Was hat sich innerhalb der nächsten Monate verändert?

In den folgenden Monaten hat sich ein grosser Wille entwickelt, in der «Schwalbe» bleiben zu können und den Kurs «Pflegehelferin SRK» zu absolvieren. Ich entdeckte ein neues Berufsfeld – die Arbeit mit demenzkranken Personen macht mir grosse Freude und erfüllt mich. Zudem ist für mich ein ruhiges, möglichst stressfreies Umfeld genau so wichtig wie für die Bewohnenden.

Ich konnte mein Pensum von 40% auf 50% steigern und es ist mir mittlerweile möglich, halbtags – in der Regel vormittags – zu arbeiten. Ich bin sehr froh, dass mir Sana Fürstenland AG entgegenkommt und Rücksicht auf mich nimmt.

Ebenfalls wurde die Akzeptanz für die Krankheit nochmals ein bisschen grösser und ich konnte mich mit der Zeit besser – zumindest vorübergehend – vom Polizeiberuf «verabschieden».

 

Wie geht es dir heute?

In den letzten 3 ½ Jahren konnte ich immer wieder kleine Fortschritte erzielen und Strategien entwickeln, den Alltag zu bewältigen. Die wichtigste ist das «Pacing». Die eigenen Kräfte so einteilen, damit ich auf keinen Fall über die Belastungsgrenze hinauskomme, um so Rückschläge zu vermeiden.

Die Erkrankung schränkt mich weiterhin stark ein und ich muss mir jeden Tag die Frage stellen, was ansteht, was zu erledigen ist und Prioritäten setzen. Trotz allem bin ich glücklich, dass ich diese Chance bekommen habe und einen Neuanfang starten durfte. Ich schaue vorwärts und freue mich über jeden kleinen Fortschritt.

Ich habe meinem Team und der ganzen Sana Fürstenland AG sehr viel zu verdanken. Ohne die Hilfe und Unterstützung wüsste ich nicht, wo ich jetzt stehen würde.

 

 

Die Sana Fürstenland AG engagiert sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Eingliederung von Personen, die nach längerer Arbeitsunfähigkeit wieder ins Berufsleben zurückkehren. Auch die Eingliederung von Flüchtlingen und Menschen aus dem zweiten Arbeitsmarkt wird unterstützt.

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