«Als Verteidiger meiner Mannschaft erhielt ich den Übername „Kopfballspezialist“.»

Lebensgeschichte Max Isler

Max Isler

Ich bin am 4. Februar 1941 in Kradolf geboren und auch dort auf-gewachsen. Ich durfte eine sehr schöne Kindheit, mit liebevollen El-tern und einem tol-len jüngeren Bru-der geniessen. Während meiner Schulzeit sind wir von Kradolf nach Schönenberg umgezogen, wo ich dann auch die Schule abschloss. An diese Schul-jahre denke ich sehr sehr gerne zurück. Durch all die Jahre als Lernender hatte ich immer tolle Lehrer! Wer würde so nicht auch gerne zur Schule gehen?

Ganz besonders mochte ich Sport. So kam es na-türlich, dass ich dem FC Bischofszell beitrat. Ich hatte tolle Kollegen im Verein und hatte viel Spass – aber natürlich auch Erfolg. Ich durfte als Vertei-diger meine Mannschaft unterstützen und erhielt den Übernamen «Kopfballspezialist». Gespielt habe immer ohne Schienbeinschoner, die emp-fand ich schon immer als nervig und störend mit diesen Klebebändern.

Doch nach meiner Schulzeit wollte ich nur eins: ar-beiten. So ergab es sich, dass ich in der Seiden-weberei in Schönenberg an der Thur eine Stelle antreten durfte. Zu meinen Hauptaufgaben gehörte grundsätzlich der Unterhalt. Wie ich gerne sage: Ich war im «Aussendienst», ich mähte den Rasen, sorgte für Ordnung und Sauberkeit. Nach einer Zeit wurde ich in den «Innendienst» versetzt. Da war das Putzen der Webstühle an der Tagesord-nung, was mit einem grossen Lärm verbunden war. Um ehrlich zu sein, war mir das Geräusch des Rasenmähers dann doch sympathischer. Nichtsdestotrotz gefiel mir die Arbeit immer gut und ich war gerne ein Teil des Teams.

Auf meinem Arbeitsweg (ich fuhr natürlich immer die gleiche Strecke) fiel mir eines Tages eine junge hübsche Dame auf. Blicke wurden gewechselt und anscheinend auch die Fahrstrecke und Uhrzeiten meiner Durchfahrt von «ihr» gemerkt. Aufgefallen ist mir das, weil sie immer häufiger per Zufall an den gleichen Orten stand, als ich durchfuhr oder sogar mit der Zeit aus ihrem Küchenfenster, wie sich es herausgestellt hat, winkte und mich grüsste. So kam das eine zum anderen und ich durfte schon bald eine wunderbare Frau an meiner Seite wissen. Wir verbrachten die gemeinsame Zeit mit offenen und spannenden Gesprächen, gingen etwas trinken und genossen so einfach die Zeit zu zweit.

Mit jungen 24 Jahren durfte ich diese Frau zu meiner Frau nehmen und würde es immer und immer wieder tun und durften Eltern von drei wundervollen Kindern werden. Nach der Hochzeit unternah-men wir viele Ausflüge, denn viele Freunde und Familienmitglieder waren in der ganzen Schweiz verteilt zu Hause. Wir durften viele schöne Ortschaften erkunden und kennenlernen.

Die gemeinsame Zeit mit meiner Frau ist auch heute noch ein äusserst wichtiger Bestandteil in unserem Leben. Diese geniessen wir dankbar und freuen uns immer über unsere Begegnungen und gegenseitige Besuche.

Heute gehe ich täglich mit dem Bus runter in die Stadt, hole unzählige 20-Minuten-Zeitungen, welche ich dann sehr gerne meinen Kollegen und Kol-leginnen verteile, was von ihnen sehr geschätzt und dankend angenommen wird.

Was ich ganz toll finde, ist, wenn ich von ehemali-gen Fussballkollegen am Bahnhof erkannt und ge-grüsst werde, das sind tolle Begegnungen und be-reiten mir grosse Freude!

Ich kann wirklich sagen, dass hier alles tip top ist. Wir werden täglich mit sehr feinem Essen vom Kü-chenteam verwöhnt, haben tolles Pflegepersonal und auch der gegenseitige Umgang von allen die im Haus sind, ist einfach schön – ich bin sehr zu frieden.

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