«Nichts Schöneres, als stundenlang im Wald zu toben.»

Lebensgeschichte Urs Leutenegger

Urs Leutenegger

Mein Name ist Urs Leutenegger. Geboren bin ich am 14. Mai 1959 in Uzwil. Von sechs Kindern erblickte ich als Zweitjüngstes das Licht der Welt. Aufgewachsen mit meinen Eltern, drei Schwestern und meinen beiden Brüdern bin ich in Oberstetten. Unsere schöne Kindheit durften wir in unserem Daheim, nahe am für uns perfekten und abenteuerlichen Waldrand, erleben. Für mich gab es nicht Schöneres, als Stunden lang im Wald zu toben, viel Spannendes und Neues zu entdecken und zu sehen.

Auf einem Bauernhof zu Hause zu sein, war wirklich sehr schön – da halfen wir natürlich auch tatkräftig bei den alltäglichen Arbeiten am und um den Hof mit und kümmerten uns um die Tiere. Ganz besonders viel Spass machte mir natürlich das Traktorfahren.

In der 7. Klasse, da war ich 14 Jahre alt, verschlechterte sich mein körperlicher Zustand sehr. So sehr, dass ich da sogar ein halbes Jahr im Kinderspital in St. Gallen stationiert war. Der Aufenthalt im «KiSpi» St. Gallen war mit unzähligen und strapazierenden Untersuchungen, Besprechungen, möglichen Behandlungen usw. verbunden. Nach 8 langen Jahren in Ungewissheit, erhielten wir die Diagnose: Multiple Sklerose (MS).

Den Alltag bestritt ich gut und war eigentlich immer eine selbstständige Person. Auch darf ich auf 8 Jahre als Wirt der Gastwirtschaft «Walliserstube» an der Bischofszellerstrasse in Gossau zurückblicken. Das waren grossartige Jahre. Viele beeindruckende, aussergewöhnliche, lebhafte und interessante Begegnungen und Gespräche durfte ich erleben.

Nach meiner Zeit als Wirt zog ich mit meiner Partnerin zusammen. Wir meisterten den Alltag «prima» zusammen. Als die Belastung anspruchsvoller und grösser wurde, der Alltag etwas holpriger zu werden schien, entschieden wir uns gemeinsam eine dauerhafte Wohnlösung für mich zu suchen.

Seit 2017 darf ich das Betagtenzentrum Schwalbe mein neues Zuhause nennen. Hier schätze ich die offene Kommunikation sehr und bin für die fürsorgliche Betreuung und Begleitung sehr dankbar. Ausserdem werden wir hier kulinarisch täglich verwöhnt – mein persönlicher Hit: die Käseschnitten hier – die schmecken einfach toll!

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