Schon früher in ihrem Garten hat Frau Leemann mit viel Geduld Schmetterlinge grossgezogen. In einem Aquarium lebten damals etwa zehn Raupen. Sie bekamen frisches Fenchel-, Brennnessel- oder Karottenkraut – Pflanzen, die der Schwalbenschwanz besonders mag. Jeden Tag schaute Frau Leemann nach, wechselte das Wasser und sorgte für genug Futter.
Am schönsten war für sie immer der Augenblick, wenn sich ein Schmetterling aus der Puppe schält und langsam die Flügel entfaltet. Ein Moment, der nie seinen Zauber verliert.
Auch jetzt in der Schwalbe lebt ihre Begeisterung weiter. Acht Raupen fühlen sich in unseren Hochbeeten wohl. Dort finden sie Nahrung und geschützte Plätze zum Verpuppen. Sie bleiben über den Winter in ihren Puppen und werden im Frühling als Schmetterlinge schlüpfen.
Vom Ei bis zum fertigen Schmetterling dauert es meist fünf bis acht Wochen. Der Schwalbenschwanz bringt zwei Generationen pro Jahr hervor – eine im Frühsommer, eine zweite, die den Winter über ruht.
Ein schönes Hobby, das nicht nur der Natur, sondern auch hier Freude bereitet.