«Völkerball – mein absolutes Lieblingsspiel»

Lebensgeschichte Annalies Helg

Als Älteste von sieben Kindern, durfte ich am 15. Januar 1953 das Licht der Welt erblicken. Unsere Kindheit durften wir in einem Einfamilienhaus am Burgweiher in St. Gallen verbringen. Unser strenger und autoritärer Vater verdiente seinen Lebensunterhalt als Jurist. Unsere Mutter war als Lehrerin tätig.


Die Schulzeit absolvierte ich in St. Gallen, wo ich auch die katholische Kantonssekundarschule «Flade» besuchte. Nach der Oberstufenschulzeit besuchte ich das Lehrer-Semi, wie es früher gerne genannt wurde. Nach meiner Ausbildung als Lehrerin durfte ich verschiedene Lehrervertretungen übernehmen. Einmal hatte ich vier Jahre «meine eigene Klasse»… Als Lehrkraft durfte ich jeweils alle Klassen (1. bis 6. Klasse) unterstützen. Ich musste feststellen, dass meine Präferenz bei den Erst- bis Drittklässler lag. Ganz besonders mochte ich den Turnunterricht mit den jungen Schülerinnen und Schülern – die hatten vielleicht eine Energie und waren stets motiviert und fleissig dabei. Ballspiele waren seinerzeit äusserst beliebt, wer mochte es nicht: «Völkerball»? Mein absolutes Lieblingsballspiel.


Ich durfte meinen Beruf als sehr abwechslungreich erleben – natürlich auch durch die verschiedenen Fächer sowie den unterschiedlichen Persönlichkeiten. Wegen meiner Hobbys, wie: Bilder mit Wasserfarben zu malen und diese anschliessend zu verschenken, allgemeine Handarbeiten (Häkeln, Stricken, Nähen, Knüpfen), ging mir häufig durch den Kopf, dass ich eigentlich auch hätte Handarbeitslehrerin werden können. Nichtsdestotrotz war ich am richtigen Ort und im richtigen Beruf.

 
Ich hatte natürlich weitere Hobbys wie das Singen. Ich war lange im Frauenchor Schwarzenbach und diente dort neun Jahre als Präsidentin mit Leidenschaft. Auch absolvierte ich den Dirigentenkurs, jedoch habe ich aber nie einen Chor geleitet. Als leidenschaftliche Musikerin erlente ich das Klavierspielen. Im Lehrer-Semi musste man dazumal entweder Geige oder Klavier lernen. Auch mein Vater war passionierter Klavierspieler. So waren wir auch im Besitz eines eigenen Klaviers in unserem Haus. Viele Jahre war ich auch Mitglied einer gemischten Volleyball-Mannschaft. Mein berühmtberüchtiger Aufschlag wurde «wie ein Schwert» gefürchtet.


Ich beschreibe mich als sehr umgängliche, offene und dankbare Persönlichkeit. Ganz nach meinem Motto: «Ich nehmen das Leben fröhlich und freundlich und mache aus Allem das Beste».

< zurück